Es kommt häufig vor, genauso wie auch beim Menschen, zu Muskelverspannungen, die für das Pferd sehr schmerzhaft sind. Oft berichten Reiter, ihr Pferd möchte sich nicht mehr biegen, es lasse über dem Sprung die Beine hängen, oder es verwirft sich im Genick uvm.. Es muss nicht immer gleich eine gelenkige Blockade sein, wo nur der Osteopath helfen kann, sondern es ist von so genannten Blockierungen der Muskulatur die Rede. Die Muskulatur arbeitet nie alleine, denn sie arbeitet nur in Muskelgruppen zusammen, d.h. wenn ein Muskel verspannt ist, ist der ganze Bewegungsablauf des Pferdes gestört.
Stresspunkte sind Schmerzpunkte am Übergang Muskelbauch zu seiner Sehne. Die Dehnbarkeit von Sehnengewebe liegt bei nur 10 %, ebenfalls ist das Sehnengewebe kaum durchblutet und damit nach anstrengender Arbeit besonders verletzungsanfällig. Durch zusätzlichen Sauerstoffmangel entsteht im Gewebe ein Krampf.
Die Lage der Stresspunkte ist bei allen Pferden gleich, aber durch unterschiedliche Nutzung der Pferde in der Intensität verschieden.
Nach einer Behandlung der Stresspunkte kann man schon eine leichte Besserung sehen. Wenn allerdings eine Verschlechterung auftreten sollte, kann es ein Hinweis für eine andere (nicht muskuläre) Problematik sein. In diesem Fall sind weitere Untersuchungen nötig, da ein Muskel z.B ein verändertes Gelenk (Blockierung, Arthrose etc.) schützen will. Wird diese Muskulatur gelockert, tritt möglicherweise ein altes bestehendes Problem auf.
Quelle: Stresspunktmassage nach Jack Meagher v. Claus Teslau |